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Open Call: POD PRĄD

Open Call: POD PRĄD

Für eine Gruppenausstellung mit dem Titel POD PRĄD (Gegen den Strom) suchen wir Zeichnungen, die sich mit dem Thema Strömung auseinandersetzen.

Warsztat Artysty, der größte Kunstbedarfshandel in Polen mit seinem Firmensitz in Lodz, lädt Künstlerinnen und Künstler zu dieser thematischen Gruppenausstellung ein. Die Ausstellung findet im Hauptsitz von Warsztat Artysty in Lodz statt. Farber Castell Polen stiftet als Sponsor einen Sachpreis. Die Ausstellung wird kuratiert von Aline von der Assen.

Für die teilnehmenden Künstlerinnen und Künstler gibt es keine Einschränkungen hinsichtlich Nationalität, Geschlecht oder Alter. Eine Teilnahmegebühr wird nicht erhoben. Die Größe der Zeichnungen ist auf das maximale Format A 3 (42 cm x 59,4 cm) beschränkt, das Thema der Ausstellung ist ‚Strömung‘.

Um an der Ausstellung und dem Wettbewerb teilzunehmen sendet eine Email mit Betreff: ‚Current‘ an uns. Die Email sollte ausserdem eine Abbildung der einzureichenden Arbeit enthalten mit den entsprechenden Größenangaben. Euren Namen, den Wohnort/Wohnland und weitere Informationen über euer Werk, die für uns interessant sein könnten – so fern ihr welche habt. Die Deadline für eure Email ist Samstag 24. November 2018 (Mitternacht).

E-mailadresse: sklep@warsztatartysty.pl

Die Arbeiten in der Ausstellung werden von der Kuratorin Aline von der Assen ausgewählt. Die Gewinnerin, der Gewinner des Publikumspreises wird am Tag der Eröffnung durch das Publikum vor Ort entschieden.

 

Wichtige Daten und Informationen

Deadline für Einreichungen per Email: Samstag 24. November 2018 (Mitternacht)

Teilnehmende Künstlerinnen und Künstler werden am 25. November 2018 per Email informiert.

Die Eröffnung findet am Samstag 1. Dezember 2018 bei Warzsztat Artysty in Lodz, Polen statt. Die Ausstellung endet am 8. Dezember 2018. Die Arbeiten können am 10. Dezember abgeholt werden, oder werden an die teilnehmenden Künstlerinnen und Künstler per Post zurück gesandt.

Wir arbeiten sehr sorgfältig, doch leider kann immer mal etwas schief gehen. Weder Warsztat Artysty, Faber Castell noch die Kuratorin haften für Beschädigungen oder Verlust der Kunstwerke. Die teilnehmenden Künstlerinnen und Künstler erklären sich damit einverstanden, dass ihre Arbeiten im Zusammenhang mit der Ausstellung in den verschiedenen Print- und Onlinemedien verbreitet werden. Eigentumsrechte werden dadurch nicht berührt.

Noch Fragen? Entweder per Mail oder telefonisch unter +48 790607786 (nur Englisch oder Polnisch)

 

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OPEN CALL: POD PRĄD

Otwarte zaproszenie do zgłaszania prac na wystawę – POD PRĄD
Szukamy rysunków związanych z pojęciem prądu/strumienia

Zapraszamy wszystkich artystów do zgłaszania swoich prac do wystawy “Pod Prąd” , która odbędzie się w Warsztat Artysty, największym w Polsce sklepie plastycznym, we współpracy z Faber-Castell Polska – fundatorem nagrody głównej.

Wystawa grupowa będzie objęta opieką kuratora Aline von der Assen.

Nie przyjęto żadnych limitów jeśli chodzi o narodowość, wiek czy płeć uczestników wystawy. Nie pobierane są żadne opłaty za zgłoszenie uczestnictwa. Szukamy rysunków bliskich tematyce prądów i strumieni, o maksymalnym rozmiarze A2 (42 x 59,4cm).

Aby zgłosić swoją pracę należy wysłać email na adres sklep@warsztatartysty.pl z tematem “prąd”. Email powinien zawierać fotografię zgłaszanej pracy, imię i nazwisko autora, kraj zamieszkania, inne informacje, które uważasz za istotne.

Prace na wystawę zostaną wybrane przez kuratora, zwycięzca nagrody zostanie wybrany głosami odwiedzających wystawę.

Ważne daty:
Koniec przyjmowania zgłoszeń Sobota 24. Listopada 2018, północ
Potwierdzenie uczestnictwa Niedziela 25. Listopada 2018

Otwarcie wystawy 1 Grudnia
Zamknięcie 8 Grudnia
Odbiór/ wysyłka prac 10 Grudnia

W razie pytań dzwoń tel.: 790607786

Zaznaczamy, że zarówno Warsztat Artysty jak i Faber-Castell nie ponoszą odpowiedzialności za zniszczenie czy zagubienie zgłoszonych prac. Uczestnicy zgłaszając się ponoszą całkowite ryzyko. Uczestnictwo w wystawie jest równoznaczne z akceptacją użycia reprodukcji prac w mediach (online i w druku) na potrzeby promocji. Prawa autorskie nie zostaną naruszone.

 

 

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OPEN CALL: POD PRĄD (Against The Current)

We are looking for drawings with the notion of Current/Stream. The open call is an invitation for artists to submit drawings for a themed group exhibition hosted by Warsztat Artysty, Polands largest art supplier in their Falgship store in Lodz in collaboration with Farber Castell Poland, who sponsors a non-financial award.
The group show will be curated by Aline von der Assen.

For the participating artists are no limitations on nationality, gender or age. And no participation fee is required. We are looking for drawings with with the notion of Current/Stream, with a maximum size of A3 (42 cm x 59,4 cm).

For a chance to take part in this event, please send us an Email with the subject line ‚Current‘. The email should include a photograph of a drawing responding to “Current/Stream” (submission of drawings max. size A 3 (42 cm x 59,4 cm).
Your email should further include your full name, country of residence, and any information you think would be interesting to us about your work.

E-mail adress: sklep@warsztatartysty.pl

 
Works shown in the exhibition will be preselected by the curator, however the winner of the prize will be chosen by everyone attending the opening day at Warsztat Artysty in Lodz through a ballot.

Important Dates

Submission Deadline is Saturday 24. November 2018, midnight
Participating Artists will be notified Sunday 25. November 2018

Opening of the exhibition Opening: 1. December 2018
Closing of the exhibition: 8. December 2018
Return Shipping via mail/Collection: 10. December 2018

Please call …. if you have any questions! +48 790607786

We work thoroughly, but sometimes things can go wrong accidentally. Please note that neither Warsztat Artysty, Faber Castell or the curator can be held responsible for damage or loss of the art work. Participation is at the risk of the participant. The participating artists agree that their images may be used in the media (online/print) for promotional purposes. Artistic property rights will not be violated.

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Rumpy Bees + Pumpy Blooms = Offspring?

 

 

Vor wenigen Tagen ging die Ausstellung Rumpy Bees & Pumpy Blooms Orte. Bilder, Sexualität; Generationen. zu Ende. Die Ausstellung thematisierte geschlechterspezifische Normierungsmechanismen durch subjektive Perspektiven.

Vom  21. – 29. April 2018 zeigten 15 Künstlerinnen und Künstler in Klosterpresse e. V. in der Paradiesgasse 10 in Frankfurt/M ihre Werke:

Katherine Araniello (GB), Eugen El (D), Sarah Gillham (GB), Norman Hildebrandt (D), Henry Hussey (GB), Wolfgang Klee (D), Line Krom (D), Björn Larsson und Carl Johan Erikson(S), Fall Karin Lindholm (S), Mindy Lee (GB), Erhard Paul Meier (DK), Astrid Stricker (D), Emma Talbot (GB) und XSexcentenary (GB)

Die Arbeiten unterschieden sich sowohl in der Art ihrer Gestaltung, als auch in ihrer Thematik. Jede Arbeit eine Selbstbefragungs- bzw. Erzählmaschine dar. Eine Technik, ein Apparat, mit dessen Hilfe von dem berichtet werden kann, was einem in der Gesellschaft zustößt, weil man einen geschlechtlichen Körper hat. Einen Körper, dem bestimmte Verhaltensweisen, gesellschaftliche Rollen und Positionen zugeschrieben werden.

 

 

In der Ausstellung und vor allem im Kontext des umfangreichen Begleitprogramms zur Ausstellung wurde deutlich, das Sexualität und Geschlechterverhältnisse und der Diskurs über diesen Themenkomplex in starkem Masse sowohl generationsbedingt als auch von kultureller Identität geprägt sind.

Carl Johan & Björn Talk

Björn Larsson und Carl Johan Erikson berichteten über ihre Forschung am „Muscle Chair“. In der Diskussion wurde deutlich, dass trotz Überschneidungen in der Generation der Diskutierenden in keiner Weise geteilte Erfahrungen im Hinblick auf die juristischen Vorraussetzungen und den sozial-kulturellen Umgang mit Totalverweigerern, Kriegsdienstverweigerern und Zivildienstleistenden in einer Gesellschaft vorausgesetzt werden können. Diskutiert wurde vor allem im Hinblick auf die persönlichen Erfahrungen in Schweden, Deutschland, Dänemark und Canada.

Eva Claudia Talk

Für Eva Claudia Nuovia warfen die geerbten Nachthemden ihrer Großmutter die Frage auf wie sich Erziehungsmethoden früherer Generationen und die Kriegszeit auf das den sexuellen Umgang der Geschlechter miteinander und folglich auf kommende Generationen ausgewirkt hat. Missbrauch, Gewalt und das Schweigen innerhalb der Familien wurden in der Gruppe kontrovers diskutiert.

 

In ihrem Artist Talk fragte Line Krom, ob Sparen ein Geschlecht hat. Dafür wurden verschiedene Texte weiblicher Erfahrungen im Hinblick auf den ökonomischen Beitrag der Frau auf den Haushalt und das Wirtschaftswachstum analysiert. Die durchweg männliche Besuchergruppe erweiterte das Gespräch um den empfunden sozialen Druck auf Männlichkeit und Sparen.

 

 

In Vorbereitung auf sein Détournement erklärte Erhard Paul Meier sein Werk, das in biografischen Erlebnissen und der eigenen privaten Bilddatenbank seinen Ausgangspunkt hat. Was zunächst rein persönlich erscheint, wird schnell politisch, denn es sind Zeichen des Wiedererkennens, die mit eigenen Erlebnissen überschrieben und so habhaft für andere aneignungsfähig gemacht werden. Vor diesem Hintergrund wagte er einen Stadtrundgang durchs Frankfurter Vergnügungsviertel in dem Damenwahl angesagt ist, Schürzenjäger ihr Glück versuchen und feucht-fröhliche JungesellInnenabschiede gefeiert werden. Erhard Paul Meier fischte im Trüben nach der Vorvergangenheit, der Frage nach dem wo wir eigentlich herkommen und wurde fündig: Die TeilnehmerInnen berichteten davon erst im 9. Monat der Schwangerschaft entdeckt worden zu sein, weil sie hinter ihrem Zwillingsgeschwisterchen verborgen waren oder dem Kennenlernen der Eltern in der Kriegszeit, die Mutter arbeitete in einem traditionsreichen Scherzartikel und Feuerwerksbedarfgeschäft in dem der Vater seine Angebetete kennenlernte.

 

 

Die Künstlerin Lina Lätitia Blatt stelle ihre Arbeit am VulvArtivismus vor. Ihr Ansatz wurde von der überwiegend von älteren Generation heftig diskutiert. Im Verlauf wurde deutlich wie die Möglichkeiten des Internets mit den verschiedenen Plattformen wie Instagram, Facebook und Bloggen neue Wege des Kontaktes zu Gleichgesinnten ermöglichen, und wie Bilder unmittelbar auf einander Bezug nehmen können. Aber es wurde auch darüber gesprochen wie stark im Internet zensiert wird, vieles was die erste Welle der Frauenbewegung erarbeitet hatte scheint heute um Lichtjahre zurückgeworfen.

 

Die Debatten innerhalb des Begleitprogramms können an dieser Stelle nur ansatzweise wiedergegeben. Mehrfach wurde der Wunsch geäußert, die Ergebnisse der einzelnen vorgestellten Forschungsprojekte, die in dieser Ausstellung ihren Ursprung gefunden haben, weiterzuentwickeln und an anderer Stelle erneut zusammenzuführen. Auch Dr. Ina Hartwig, Kulturdezernentin der Stadt Frankfurt, begrüsste die Initiative der Ausstellung mit dieser Forderung:

„Ich freue mich daher ganz besonders, dass auf Einladung der Frankfurter Künstlerin und Kuratorin Aline von der Assen mit der Ausstellung „Rumpy Bees and Pumpy Blooms“ nun (…) eine Gruppe von 15 internationalen Künstlerinnen und Künstlern aus Deutschland, England, Dänemark und Schweden den Weg nach Frankfurt in die Klosterpresse gefunden haben und hoffe auf einen nachhaltigen kreativen Austausch.“

Die Ausstellung wurde von Alexandra Flieth in der Frankfurter Neuen Presse besprochen:

http://www.fnp.de/lokales/frankfurt/Internationale-Kuenstler-stellen-ihre-Werke-zur-Sexualitaet-in-der-Klosterpresse-aus;art675,2966311

 

 

 

Rumpy Bees & Pumpy Blooms Orte. Bilder, Sexualitäten; Generationen.

For English Version please scroll down 

 

Rumpy Bees & Pumpy Blooms

Orte. Bilder, Sexualitäten; Generationen.

 

Katherine Araniello (GB), Eugen El (D), Sarah Gillham (GB), Norman Hildebrandt (D), Henry Hussey (GB), Wolfgang Klee (D), Line Krom (D), Björn Larsson und Carl Johan Erikson (S), Fall Karin Lindholm (S), Mindy Lee (GB), Erhard Paul Meier (DK), Astrid Stricker (D), Emma Talbot (GB), XSexcentenary (GB)

Kuratiert von Aline von der Assen

 

Eröffnung 20. April 2018 um  19 Uhr

Dauer der Ausstellung 21. – 29. April 2018

 

Klosterpresse e. V.

Paradiesgasse 10

60584 Frankfurt/M.

 

Die Ausstellung Rumpy Bees & Pumpy Blooms fokussiert Sexualität und Gender. Generationen und Verortungen prägen Bilder von Sexualität. Sexualität als Essenz des Menschenlebens weist weit über das Private hinaus. Sexualität ist damit sowohl Lebensessenz als auch Politikum – jede Einzelne, jeder Einzelne ist aufgefordert sich zu Fragen des Geschlechtlichen, der sexuellen Identität, Ordnung, Zensur, Freiheit und Macht, zu bekennen und diese Positionen im Laufe des Lebens immer wieder neu zu verhandeln.

Kunst ermöglicht Lebenswirklichkeiten und subjektive Praktiken abzubilden, Fantasien Raum zu geben und deren Überführung in die Realität zu bewerkstelligen. Die in der Gruppenausstellung präsentierten Werke verbinden verschiedene Vorstellungen von sexueller Bedeutung – sie führen aus den gewohnten Gedankengängen heraus in ein Anschauungsfeld neuer gefühlvoller, politischer und historischer Winkel.

Mit Zeichnungen von Eugen El, Norman Hildebrandt, Astrid Stricker und Emma Talbot. Björn Larsson, Carl Johan Erikson und Fall Karin Lindholm zeigen Fotografien. Mit performativen Interventionen von Erhard Paul Meier und XSexcentenary, Katherine Araniello zeigt Videoarbeiten. Henry Hussey und Line Krom präsentieren Textilarbeiten und Mindy Lee Malereien. Sarah Gillham und Wolfgang Klee sind mit Objekten vertreten.

Zur Ausstellung erscheint ein Katalog mit einem Grußwort von Dr. Ina Hartwig (Kulturdezernentin der Stadt Frankfurt), einem Vorwort von Prof. Dr. Renate Kroll (Literaturwissenschaften / Gender Studies Humboldt Universität Berlin) und einer Einführung von Aline von der Assen (Kuratorin).

 

Programm

 

Eröffnung Freitag 20. April 2018 um 19 Uhr

Einführung: Aline von der Assen (Kuratorin)

 

Samstag 21. 4., 19 – 21 

Artist Talk: Björn Larsson und Carl Johan Erikson

The Muscle Chair – An apparatus for measuring men (Der Muskelstuhl – Ein Gerät zur Vermessung von Männern).

(in englischer Sprache)

The Muscle Chair – An apparatus for measuring men (Der Muskelstuhl – Ein Gerät zur Vermessung von Männern) ist Teil eines bürokratischen und mechanischen Apparats, der zur Vermessung junger Männer für den Musterungsprozess und die Registrierung für den Militärdienst konzipiert wurde. Gewicht: 90 kg. Höhe: 137 cm. Breite: 70 cm. Tiefe: 80 cm. Jahre des Betriebs: 1969-1997. Anzahl der Stühle in Betrieb: 10-12. Durchgeführte Tests: 2 346 246.

The Muscle Chair ist Teil eines größeren Forschungsprojekts, das ein bestimmtes Segment der jüngeren schwedischen Geschichte untersucht. Es handelt sich dabei um 35 000 Männer, die sich zwischen 1966 und 1992 entschieden, anstatt des Militärdienstes Zivildienst zu absolvieren. Das Recht auf Kriegsdienstverweigerung steht im Mittelpunkt des Projekts, ebenso wie gesellschaftliche Erwartungen, Normen und Geschlechterstrukturen.

 

Sonntag 22. 4., 15 – 17 Uhr

„Die Nachthemden meiner Großmutter“

Lektüre und Diskussion mit der Künstlerin Eva Claudia Nuovia

Die Künstlerin Eva Claudia Nuovia stellt den Work-In-Progress ihrer neuesten künstlerische Forschung vor. Impuls zur Diskussion in der Gruppe bildet eine kurze Textsequenz aus Sabine Bode’s „Nachkriegskinder: Die 1950er Jahrgänge und ihre Soldatenväter“ anhand dieser werden biografische Erfahrungen der Nachkriegsgeneration in einer kleinen Gruppe von TeilnehmerInnen besprochen.

Die Teilnahme ist kostenlos, die Teilnehmerzahl begrenzt.

Anmeldung bis Donnerstag  19. 4 unter f.ephemeris@gmx.net

 

Freitag 27. 4 , 19 – 21 Uhr 

Artist Talk: Line Krom

Sparen eine weibliche Tugend?

Die Künstlerin Line Krom präsentiert in einem ca. 30 minütigen Vortrag aktuelle Aspekte ihrer Recherche zum Thema Ästhetik des Sparens. Anschließend Diskussion und Gespräche bei einem Glas Wein.

 

Samstag 28. 4, 20 – 22 Uhr 

„unterm Pflaster liegt der Strand, wenn wir auf Augenhöhe sind“

Détournement mit dem Künstler Erhard Paul Meier

„Ein Flüchtling kreuzt seine Spur. Unterm Pflaster liegt der Strand, wenn wir auf Augenhöhe sind.“(Version: Erhard jun. X Erhard sen.)

Fast alle entstammen wir einem mehr oder weniger zufälligen, so lustvollen wie flüchtigen Fick; sind unfreiwillige Zeitzeugen eines historischen Liebesaktes, teilen eine Heimat im Museum zukünftiger Erinnerungen und die ewige Fremde des Daseins unserer Eltern in uns.

Wir gehen locker um den historischen Block am museal-tivolesquen Südufer der fränkischen Furt, und wer sich grad sterblich fühlt, mag ihr/sein/deren/unser Liebesleben im Takt meines „auf den Kopf stellen Wollens“ mitteilen mögen. Wir folgen keinem Parcours, sondern dem frühlingshaften Treiben im vergleichenden Vandalismus des hypnagogisch Augenblicklichen.

Die städtebauliche Infrastruktur im Betrieb des öffentlichen Raums legt oft auch die Grenzen unserer geschlechtspolitischen Vorstellungskraft fest; scheint also zu entscheiden, welche Erzählungen und Erfahrungen auch selbst nur denkbar sind.

 

Sonntag 29. 4, 15 – 17 Uhr

„VulvArtivismus?! Vulvaaart (Vulva art with an extra a) als Selbstermächtigung unserer Pussys.“

Die Künstlerin Lina Lätitia Blatt im Gespräch mit der Kuratorin Aline von der Assen

 

 

 

Location:

Klosterpresse e. V.  

Paradiesgasse 10

60584 Frankfurt/M. 

– Gefördert vom Kulturamt der Stadt Frankfurt/M –

 

 

 

Rumpy Bees & Pumpy Blooms

Places, pictures, sexualities, generations.

Katherine Araniello (GB), Eugen El (D), Sarah Gillham (GB), Norman Hildebrandt (D), Henry Hussey (GB), Wolfgang Klee (D), Line Krom (D), Björn Larsson and Carl Johan Erikson (S), Fall Karin Lindholm (S), Mindy Lee (GB), Erhard Paul Meier (DK), Astrid Stricker (D), Emma Talbot (GB), XSexcentenary (GB)

Curated by Aline von der Assen

Opening 20. April 2018 at  19 o’clock 

Duration of the exhibtion 21. – 29. April 2018

The exhibition Rumpy Bees & Pumpy Blooms focuses on sexuality and gender. Generations and locations shape images of sexuality. Sexuality as the essence of human life, points far beyond the private sphere. Sexuality impacts both on our personal lives and politics. Each and every one of us needs a position in regard to questions of gender, sexual identity, order, censorship, freedom and power, and to renegotiate these positions over the course of our lives.

Art allows us to portray realities of life and subjective practices, to give space to fantasies and to bring them into reality. The works presented in the group exhibition combine different ideas of sexual meaning into a field of new emotional, political and historical angles.

 

Programm

Friday 20. April 2018 at 7 pm

Introduction by the curator Aline von der Assen

 

Saturday 21. 4., 19 – 21 

Artist Talk: Björn Larsson and Carl Johan Erikson

 

Sunday 22. 4., 15 – 17

Reading group with the artist Eva Claudia Nuovia

 

Friday 27. 4 , 19 – 21 

Artist Talk: Line Krom

 

Saturday 28. 4, 20 – 22  

Détournement with the artist Erhard Paul Meier

 

Sonntag 29. 4, 15 – 17 Uhr 

Artist Lina Lätitia Blatt in Conversation with the curator Aline von der Assen

Kunst, Charme und Genuss – alles für die Seele und den Geist.

 

Amorbach ist eine Reise wert! Nicht nur wegen der entzückend erhalten und gepflegten Mischung aus verwinkelten Gassen, Kopfsteinpflaster, Fachwerk und Barockarchitektur. Nicht nur wegen der vortrefflichen Tortentheke in der mittelalterlichen  Schlossmühle und anderen kulinarischen Köstlichkeiten und Kuriositäten vor Ort.

 

 

 

In Amorbach gibt es die Freie Internationale Akademie, einen „zentralen Ort an dem interdisziplinär gelehrt, geforscht und künstlerisch gearbeitet wird… Angesiedelt an einem dezentralen ländlichen Ort, der historisch bemerkenswert ist, werden vorhandene Qualitäten und Interessen aufgenommen und Themen gefunden, die in Einzel- oder Gruppenprojekten studiert und kreativ umgesetzt werden, fachübergreifend und international zusammenführend.“ So beschreibt Anna Tretter Sinn und Funktion der FIA. Diese hat seit ihrer Gründung vor fünf Jahren ein spannendes, internationales Programm, für das sich die Anreise aus der Rhein-Main-Metropole Frankfurt lohnt.

 

Intro 2

In der FIA fand vom 25. Februar bis 4. März 2018 die Ausstellung MAKING PAINTING – aktuelle Strategien der Malerei in Deutschland und England statt. Mit Arbeiten von Michael Bause, Emma Cousin, Line Krom, Cornelia Kube-DruenerMindy Lee, Stacie McCormick, Chris Shaw und Annika van Vugt. Die Idee zur Ausstellung MAKING PAINTING entstand vor knapp 3 Jahren im Gespräch mit befreundeten Malerinnen. Warum im Rahmen einer Ausstellung nicht einmal darüber reflektieren wie die eigenen Arbeiten im Atelier entstehen? Zu versuchen, die im Arbeitsprozess entstehenden Gedanken und Ausschlussverfahren einem Galeriepublikum mitzuteilen.  –  Diese im Intimbereich einer Künstlerin, eines Künstlers angesiedelten Fragen und Probleme bleiben dem Galerie- oder Museumsbesucher verborgen. In der Regel steht die gelungene, fertige Arbeit im Zentrum einer Ausstellung. Oftmals wird auch unter Kunstschaffenden der Entscheidungsprozess selten kommuniziert, denn entweder erscheint er so natürlich und selbstverständlich oder zu privat, um darüber mit entfernten Kolleginnen und Kollegen zu sprechen. Die Mischung und Verbindung von privatem und öffentlichen, von Nähe und Fremde spiegelt sich auch in der Situierung der Ausstellung wider. Amorbach ist der Ausgangspunkt für die Ausstellung, zwei weitere Stationen, in London und Berlin, folgen.

 

 

 

Der Kunstjournalist Dr. Heinz Linduschka kommentiert MAKING PAINTING im Kulturteil des Main-Echo: „Ein spannendes Projekt: Unterschiedlichste malerische Strategien und Stilrichtungen im Werk von sechs Malerinnen und zwei Malern aus Deutschland und England sichtbar und nachvollziehbar werden lassen und die Antwort auf die Frage finden: „Gibt es gemeinsame Ansätze?“ „Unterstützt die Malweise den Malprozess?“ oder „Wie verortest du deine Arbeit zwischen Abstraktion und Figuration?“ Je vier Künstlerinnen und Künstler aus England und Deutschland haben sich auf diesen kreativen Dialog eingelassen, alle schon national oder international auf Ausstellungen präsent (…) Die drei hellen Räume des FIA Forums in der Amorbach, in denen vorher vier Jahrzehnte lang die renommierte Galerie Maria Kreuzer zuhause war, bildet den idealen Ausgangspunkt für die  Ausstellungstour. Schließlich hat sich die FIA programmatisch auf die Fahnen geschrieben, „den interessierten Betrachtern die zeitgenössische Kunst näher zu bringen und gesellschaftsnahe Fragen“ zu thematisieren. Und auch das Ziel der Kuratorin lässt sich hier idealtypisch verfolgen, „an einem dezentralen ländlichen Ort, der historisch bemerkenswert ist, vorhandene Qualitäten und Interessen aufzunehmen, in Einzel- oder Gruppenprojekten zu studieren und kreativ umzusetzen – fachübergreifend und international zusammenführend.“, so Linduschka weiter.

Auch Peter Schmitt, der 1. Bürgermeister der Stadt Amorbach, ist kunstaffin und unterstützt künstlerisches Engagement in der Stadt – ästhetische und gedankliche Grenzüberschreitung. Er begrüßt die Ausstellung: „MAKING PAINTING bespiegelt die malerische Praxis im Sinne der Prozessorientierung. Internationale Werkbeispiele und dazu Interviews mit den Kunstschaffenden werden hier in Amorbach zeitweise verankert. Interessierten und Freunden der FIA bieten die Ausstellung und das ergänzende Programm ein Kennenlernen und den Austausch mit der jungen zeitgenössischen Kunstszene. Das spannend gestaltete Angebot lädt zur Teilnahme ein und steht somit für eine etwas andere Art der Vermittlung wirkende Veranstaltung im Rahmen der FIA und stellt sich als ein schönes Flechtwerk von außen dem Netzwerk vor Ort.“

 

 

 

In der Tat stiess nicht nur die Eröffnung, sondern auch die anderen beiden  Veranstaltungen am 2. März, (die performative Lesung ANTONIN ARTAUD von C. Kube-Druener und Wolfgang Klee) und am 4. März (ein Gespräch mit L. Krom, C. Kube-Druener, A. van Vugt) auf großes Interesse. Auch sie waren gut besucht. Es wurde rege und auf hohem Niveau über Kunst diskutiert.

Zur Ausstellung erscheint ein Katalog, der Interviews mit den Kunstschaffenden enthält. In diesem hat die Leserin, der Leser, Gelegenheit die Kunstschaffenden auf dem Weg ihrer Reflektionen im Schaffensprozess zu begleiten. Jede Künstlerin, jeder Künstler beantwortete Fragen im Rahmen eines Interviews. Die Antworten sind spannend und facettenreich, sie geben einen Eindruck davon wie das implizierte Wissen einer Malerin, eines Malers, nach außen getragen und kommuniziert werden kann. Einige der entwickelten Gedanken gehen weit über den Umgang mit dem Material und dem Kunst-Machen hinaus und antworten indirekt auf alltägliche Probleme, in denen wir mit Kreativität und Spontanität auf ein mögliches Abweichen vom Plan antworten. Der Katalog kann hier bestellt werden für 8 € (inkl. Porto und Verpackung).

Einladung zu MAKING PAINTING – aktuelle Strategien der Malerei in Deutschland und England im FIA Forum Amorbach

Poster FIA Webversion

For detailed German text please scroll down

 

FREIE INTERNATIONALE AKADEMIE AMORBACH E.V.

FIA Forum Johannisturmstr. 7

D- 63916 Amorbach

www.fia-amorbach.de

 
 
 

The FREIE INTERNATIONALE AKADEMIE AMORBACH E.V. shows German and English painting:

 

 

MAKING PAINTING

contemporary strategies in painting from Germany and England

 

Michael Bause, Emma Cousin, Line Krom, Cornelia Kube-Druener,

Mindy Lee, Stacie McCormick, Chris Shaw and Annika van Vugt

curated by Aline von der Assen

 

 

Opening on Sunday, 25th February 2018 at  3 pm

the artists are present

 

Opening times

Friday, 2nd March, 6-9 pm

at 7 pm ANTONIN ARTAUD Performative Reading C. Kube-Druener

 

Saturday, 3rd  March, 3-6 pm

 

Sunday, 4th March, 3-6 pm 

4-5 pm What means painting for you?

A conversation with L. Krom, C. Kube-Druener and A. van Vugt

 

Making Painting explores eight painting practices from England and Germany. The exhibition and supporting statements reveal an insight behind the artists practice into the ideas, motivations and processes of how the paintings are made. Although crucial to each artist, these processes do not dominate the rational for making painting and therefor remain largely a secret of the studio that only manifest through conversations with other painters. Making painting is a deliberately eclectic combination of figurative and abstract works, challenging and disrupting decisions of displaying work based on their final appearance and focusing on the unexpected connections and overlaps to approaching making painting.

 

 

Pressetext zur Ausstellung Making Painting

 

 

FREIE INTERNATIONALE AKADEMIE AMORBACH E.V.

FIA Forum Johannisturmstr. 7

D- 63916 Amorbach

www.fia-amorbach.de

 

Die Freie Internationale Akademie Amorbach e.V. zeigt deutsche und englische Malerei:

 

MAKING PAINTING

aktuelle Strategien der Malerei in Deutschland und England

Michael Bause, Emma Cousin, Line Krom, Cornelia Kube-Druener,

Mindy Lee, Stacie McCormick, Chris Shaw und Annika van Vugt

Kuratiert von Aline von der Assen

 

 

Eröffnung am Sonntag, den 25. Februar 2018 um 15 Uhr

Die Künstlerinnen und Künstler sind anwesend

Die Ausstellung ist geöffnet am

Freitag, den 2. März, 18-21 Uhr

um 19 Uhr ANTONIN ARTAUD Performative Lesung C. Kube-Druener

Samstag, den 3. März, 15-18 Uhr

Sonntag, den 4. März, 15-18 Uhr

16-17 Uhr Was verstehst du unter Malerei?

Ein Gespräch mit L. Krom, C. Kube-Druener, A. van Vugt

 

 

Le roi est mort, vive le roi – oder Malerei ist tot, lang lebe die Malerei? Dass Malerei trotz vieler pessimistischer Prognosen als künstlerisches Medium noch lange nicht tot ist, wird in den letzten Jahren im Kunstdiskurs vermehrt erörtert. Die Ausstellung Making Painting bringt verschiedene Strategien der Malerei aus Deutschland und England zusammen. Die unterschiedlichen Herangehensweisen der Künstlerinnen und Künstler in das Zentrum der Präsentation zu stellen, unterstreicht die Vielfalt und Wandelbarkeit der Malerei als Medium.

 

Die vorgestellten Werke verhandeln ein erweitertes Verständnis von Malerei. Malerei in ihrer zeitgenössischen Form kommt als Shapeshifter daher und verbindet sich mit verschiedenen Materialien und Medien und erweitert so vertraute Vorstellungen von Malerei. Malerei, die ohne Farbe auskommt oder in den Raum hineinwächst thematisiert sowohl das Medium als auch die Technik.

 

Das besondere der Ausstellung Making Painting ist, dass die Kunstschaffenden einen Einblick in ihre Entscheidungs- und Bewertungskriterien im Arbeitsprozess gewähren: Was passiert im Bildfindungsprozess? Wann ist ein Bild gelungen? Welche Anknüpfungspunkte und Überschneidungen gibt es mit anderen Künstlern? In der Regel bleibt dem Galeriepublikum der ästhetische Entscheidungsprozess der Künstlerin, des Künstlers verborgen. Nur im Atelier oder im Dialog mit Kolleginnen und Kollegen werden solche Fragen diskutiert. Diese ungewöhnliche und intime Perspektive auf Malerei unterstreicht, trotz formaler Differenzen, die Gemeinsamkeiten und schlägt so eine Brücke zwischen den unterschiedlichen Positionen.

 

Michael Bause lebt und arbeitet in Berlin. „Wenn ich mich erinnere, wie das mit dem Malen begonnen hat, kann ich sagen, daß mich schon immer die Farbe als Material, als eine Substanz, interessiert hat. Mehr als die Farbigkeit galt mein Interesse den verschiedenen Zuständen von Farbe. Die Zusammensetzung der Farben, die ich verwende, gleicht immer einem Experiment.“

 

Emma Cousin lebt und arbeitet in London. „Die Handhabung von Farbe ist für mich ziemlich intuitiv, und ich könnte sogar so weit gehen, diese Handhabung als einfühlsam zu beschreiben. Malen ist eine taktile Handlung, deshalb macht es für mich Sinn, zu fühlen was die Form, das Bild oder das Subjekt braucht.“

 

Line Krom lebt und arbeitet in Frankfurt/M. „Eigentlich male ich nicht, sondern arbeite mit der Idee des Gemäldes. Ich bin nicht so sehr daran interessiert, einen illusionistischen Raum durch Malerei zu erzeugen. Mein Fokus liegt auf Leinwand und Keilrahmen als unterstützende Struktur eines Gemäldes.“

 

Cornelia Kube-Druener lebt und arbeitet in Frankfurt/M. „Farbe bekommt in der Malerei einen primären Eigenwert. Ich benutze meistens Acrylfarben, weil sie schnell trocknen, trage sie mit breitem Pinsel auf, ohne sie mit Wasser zu verdünnen. In dieser „trockenen“ Malweise baut sich die Farbfläche aus vielen Schichten auf. Die Farbschichten werden zu einer mehr oder weniger dichten „Farbhaut“.“

 

Mindy Lee lebt und arbeitet in London. „Ich male, weil ich das was Malerei als Technik bietet schätze. Farbe ist vielseitig anwendbar, sie ist formbar, anpassungsfähig, emotional und der Ausgang von Farbexperiementen unvorhersehbar. Bilder können sowohl durch die Phantasie des Betrachters als auch auf der technischen Ebene, also den Fokus auf den Herstellungsprozess, interpretiert werden. Diese gegensätzlichen Qualitäten der Malerei sprechen an mich.“

 

Stacie McCormick lebt und arbeitet in London. „Nass bzw. mit sehr flüssigen Farben zu arbeiten, bereitet Probleme, denn mein Ziel ist es der Schwerkraft in meinen Bildern zu trotzen. Tropfen sind Indikatoren der Schwerkraft, also muss ich die Leinwand bewegen, um die Beweise der Schwerkraft zu entfernen, um dem Gemälde selbst Raum zu schaffen. Die Farbe reagiert auf meine ,Bewegungen‘, da sie sich nicht immer so verhält wie ich es möchte, muss ich mich immer wieder orientieren und anpassen – so entsteht ein Spiel zwischen mir und der Farbe. Diese Abkehr von Kontrolle führt mich an unerwartete Orte.“

 

Chris Shaw lebt und arbeitet in Scarborough. „Bilder zu malen bedeutet, einen kleinen Raum für mich zu öffnen, einen Raum, den ich formen und kontrollieren kann. Es ist faszinierend, dass es viele andere Maler gibt, lebendig oder tot. Wenn ich male, fühle ich mich als Teil eines großen Netzwerks. Etwas, gegen das ich mich testen und abgrenzen kann. In einer gewissen Weise ist Malen eine der Möglichkeiten, herauszufinden wo ich stehe.“

 

Annika van Vugt lebt und arbeitet in Frankfurt/M. „An der Malerei interessiert mich von Anfang an das hohe Maß an Versinnlichung, das sinnliche Denken, man könnte auch vom körperlichen Denken sprechen. Der ein Bild sehende Mensch sieht erst einmal nur das Abbild von Figuren, den Schein, die Oberfläche. Das aber, was sichtbar ist, das was den Reiz von Individuen ausmacht, das ist erst einmal nicht sichtbar. Hier liegt für mich der Reiz, mein sehendes Auge durch meine Malerei zu reflektieren.

 

Die Ausstellung wird kuratiert von Aline von der Assen, Kunst- und Kulturwissenschaftlerin und Kulturmanagerin. Ihr Schwerpunkt liegt im Audience Engagement. Seit 2001 arbeitet sie im Bereich Kulturelle Bildung für diverse Museen und Kultureinrichtungen, wie dem Deutschen Ledermuseum in Offenbach und dem Weltkulturen Museum Frankfurt. Aktuelle kuratorische Projekte sind auf ihrem Blog einsehbar: www.fundamentalphemeris.wordpress.com

Shaped by Ambition zur Giennale im Unteren Hardthof in Gießen

Eröffnung

Sonntag 24.9. 2017 um 11 Uhr

Dauer der Ausstellung

25. 9 – 1. 10. 2017

Öffnungszeiten

Dienstag bis Freitag

26. – 29. 9, 16 – 19 Uhr

Samstag und Sonntag

9 – 1. 10, 14 – 18 Uhr

Galerie im Unteren Hardthof

Unterer Hardthof e.V., Unterer Hardthof 17,  35398 Gießen

shaped by ambition

Eine Gruppenausstellung mit DAG, Henry Hussey, Dirk Krecker, Line Krom, Jens Lay und Eleanor Morgan. Kuratiert von Aline von der Assen.

„Vor dem Hintergrund einer Ambition sind viele Gedanken des Netzwerks in den site-spezifischen Ausgangspunkten eines post-digitalen-aesthetischen Terminus wiedergegeben, und oszillieren wie intellektualisierte Katalysatoren in unterschiedlichen Partizipationen der Beteiligten. Die Konverter konkretisieren den technologischen Affekt der installierten Basen. Deshalb heben die post-digitalen-aesthetischen Techniken die verbale Ambition hervor, wodurch eine Planung Praxen forscht und den Handlungsansatz für den Formalismus des Off-Space korrespondiert. Sowie die konvertible Maschine, als auch die hegemonialen Technologien, kreisen diverse Dienstleistungskünste im öffentlichen Raum ein. Forschungen überfrachten in einer Post-Digitalen-Aesthetik und einer versuchsweisen Theorie.

Technologien sind wie Techniken und deren Ambitionen rund um die Katalysatoren dargestellt. So situiert es keineswegs Maschinen, sondern Bildredaktionen und Architekturrezeptionen in denen schon jeweils konvertible und kulturkritische Klangstrukturen definiert sind. Die post-digitalen-aesthetischen Ambitionen besetzen einige Schnappschüsse und versuchen sich disziplinübergreifend anzunähern. Um die Forschung einer ambitionierten Performancepraxis zu beschreiben, schreiben die Bewegungen verschiedene Formen von Pressetexten zu. Irgendeine site-spezifische Theorie platziert Techniken, wobei die Ambition zur Post-Digitalen-Aesthetik wird.

Die Forschungen ordnen die Technik in site-spezifischen Ambitionen an. Irgendeine Maschine verweigert eine Annäherung an Begriffe und Definitionen in einem Blickwinkel der Betrachtenden und erwähnt somit die post-digitale-aesthetische Cybernetic mancher Strukturen der Partizipation. Theorien sind wie Ambitionen und deren Methoden der Kunstbetrachtung rund um die Freiräume dargestellt. Die Technologien der post-digitalen-aesthetischen Sammlung rhythmisieren den zentralen Index der Diskontinuität einer Werkstatt in einer Thematik und problematisieren die Kunst der Konflikte und der Kunsträume. Bei demokratischen Techniken trägt eine identische Ambition die Ästhetik der Eigentlichkeit bei und situiert dabei irgendeinen kommutablen Kommunikator, wobei die Generatoren flexibel sind und den Schaffensprozess damit ironisch maskieren.“

Der Einführungstext in die Ausstellung ist mit Hilfe des online Tools Worte.at entstanden und folgt der Tradition Eröffnungsreden mit Fachterminologie derart zu überfrachten, dass man sie als Zuhörer kaum versteht und nur noch auf die Ästhetik des Vortrags und den Wortklang achtet. Mithilfe eines simplen Algorithmus kreiert Worte.at Ausstellungstext-Prosa, die durchaus mit einem Augenzwinkern zu verstehen ist. Doch warum alles so kompliziert machen, wenn es auch einfach geht? Als Künstlerin und Kuratorin treibt mich die Frage um wie beeinflussen Technologien das Kunstschaffen und die ästhetische Wahrnehmung. Eben davon handelt die Gruppenausstellung shaped by ambition. Gezeigt werden zeitgenössische Positionen Post-Digitaler-Ästhetik aus Frankfurt/M, Berlin und London, die Verschränkungen oder auch Abgrenzung von Technologie und Ästhetik thematisieren.

Technologie und Bildende Kunst haben beide ihren festen Platz in der Kunstgeschichte. Der Begriff Technologie geht auf das altgriechische ‚téchne’ zurück und umfasste ursprünglich eine breite Bedeutungspalette. Téchne beinhaltete nicht nur Werkzeuge und Maschinen, was heute landläufig mit Technologie assoziiert wird, sondern impliziert auch Methodik – eine strukturierte Art von Handlungsabläufen, die Ideen und Ambitionen Gestalt werden lässt. In diesem Sinn ist auch der Titel der Ausstellung zu verstehen. Er nimmt Bezug auf den Wunsch des Menschen, die Welt nach seinen Wünschen zu formen.

shaped by ambition wurde ursprünglich für die Blyth Gallery in London entwickelt. Die Blyth Gallery ist die Galerie für zeitgenössische Kunst des Imperial College, dessen Forschung in den Natur- und Ingenieurwissenschaften weltweit Ansehen genießt. Die Galerie liegt im Herzen des Campus und signalisiert so den Stellenwert der Ästhetik und Kreativität in den als rational attributierten Naturwissenschaften. Beim Kunst-machen wird der Künstlerin, dem Künstler die Spannung zwischen Vision und Realisierung bewusst, auch dass dieser Prozess selten linear verläuft. Die in der Ausstellung versammelten Arbeiten loten in einer befreienden Weise die Grenze zwischen Erfolg und Misserfolg aus. Im neoliberalen, postkapitalistischen Denken unserer Zeit gibt es nur Erfolg oder Misserfolg. Unser Alltag wird zunehmend über die digitalen Technologien vermessen und quantifiziert, in gut und ungenügend kategorisiert. Doch gemessen an ästhetischen Kategorien weichen diese Grenzen auf und es wird deutlich, dass die Demarkationslinie zwischen gut und schlecht breit ist, breiter als zunächst angenommen: Dieses Niemandsland wird zum Territorium, in dem die Grenze zwischen Erfolg und Misserfolg aufgelöst und neuverhandelt wird. Viele der vorgestellten Arbeiten thematisieren Glitches, die Fehler im System, den Moment in dem sich etwas Neues und Unvorhersehbares aus einem Fehler entwickelt.

Im Rahmen der Giennale zeigt der Untere Hardthof die Gruppenausstellung in neuer Zusammensetzung.

 

 

Eine schöne Besprechung der Ausstellung von Ulla Hahn-Grimm im Gießener Anzeiger

http://www.giessener-anzeiger.de/lokales/kultur/giennale-ausstellung-im-hardthof-lockt-zahlreiche-besucher-an_18205385.htm

Ausstellung shaped by ambition zur Giennale

Galerie im Unteren Hardthof

Unterer Hardthof e.V.
Unterer Hardthof 17
35398 Gießen

 

Im Rahmen der Giennale lädt die Galerie Unterer Hardthof herzlich zur Gruppenausstellung shaped by ambition ein:

shaped by ambition

Eine Gruppenausstellung mit DAG, Henry Hussey, Dirk Krecker, Line Krom, Jens Lay und Eleanor Morgan. Kuratiert von Aline von der Assen.

 

Eröffnung

Sonntag 24. 9. 2017 um 11 Uhr

 

Dauer der Ausstellung

  1. – 31. 9. 2017

 

Öffnungszeiten

Dienstag bis Freitag

  1. – 29. 9, 16 – 19 Uhr

Samstag und Sonntag

  1. – 31. 9, 14 – 18 Uhr

 

 

Die Gruppenausstellung shaped by ambition handelt von den Verschränkungen von Technologie und Bildender Kunst. Technologie und Ästhetik haben beide ihren festen Platz in der Kunstgeschichte. Der Begriff Technologie ist dem altgriechischen ‚téchne’ entlehnt und umfasste ursprünglich eine breite Bedeutungspalette. Téchne beinhaltete nicht nur Werkzeuge und Maschinen, was heute landläufig mit Technologie assoziiert wird, sondern impliziert auch Methodik – eine strukturierte Art von Handlungsabläufen, die Ideen und Ambitionen Gestalt werden lassen.

Der Titel der Ausstellung shaped by ambition nimmt Bezug auf den Wunsch des Menschen, die Welt nach seinen Wünschen zu formen. Kunstschaffenden ist die Spannung zwischen Vision und Realisierung bewusst, auch dass dieser Prozess selten linear verläuft. Die in der Ausstellung gezeigten Arbeiten loten die Grenze zwischen Erfolg und Misserfolg aus. Im neoliberalen Denken gibt es nur Erfolg oder Misserfolg, in den ästhetischen Kategorien verschwimmen diese Grenzen und es wird deutlich, dass die Demarkationslinie breit ist, breiter als zunächst angenommen: Dieses Niemandsland wird zum Territorium, in dem die Grenze zwischen Erfolg und Misserfolg aufgelöst und neuverhandelt wird.

„Die Substruktur für DAGs (Berlin) eigene künstlerische Entwicklung wurde in der Clubszene Berlins erfunden, das technische Material für seine Kunst stammt aus den Magazinen des Bürobedarfs, aus Supermärkten und Zeemann-Läden. Darum finden DAGs Arbeiten ihre Referenz in technischen Standards und reflektieren die bizarre Gegenwart aus der Perspektive von Popästhetik und medialer Optik.“ (Peter Funken)

Henry Hussey (London) malt mit Stoff. Mit digitaler Stickerei wird die Geschichte ausgemusterter Haushaltstextilien und alter Nationalflaggen rigoros umgeschrieben.

In Dirk Kreckers (FFM) Atelier findet man diverse Modelle altmodischer Schreibmaschinen, auf denen er seine Bilder tippt. Seine Schreibmaschinenenbilder setzen sich alle aus dem reduzierten Satz an typografischen Elementen zusammen, die ästhetische Reminiszenzen an Programmiersprachen haben.

Line Kroms (FFM) Serie, untitled (strippings) ‚besteht aus roher Leinwand aus der sie einzelne Fäden entfernt und neu verwebt. Krom greift die Basis der klassischen Malerei an: Leinwand. Sie verhindert, dass diese Strukturen zur Grundlage von illusionistischen Malerei werden. Stattdessen zeigt sie die Wand des Galerieraums und weist auf die tayloristischen Produktionsprozesse im Kunstbetrieb hin.

Jens Lay (FFM) arbeitet mit visuellen Fundstücken. Die Fundstücke liefern den Anlass zu einer künstlerischen Forschung, in der in einem vielschichtigen Prozess mit Hilfe analoger und digitaler Techniken abstrahiert und die Vielfalt der Abstraktionsmöglichkeiten durchgespielt wird.

Eleanor Morgan (London) erzählt Geschichten über Tiere, die auf andere Tiere treffen. Ihre aktuellste Arbeit handelt von der Nutzbarmachung von Spinnenseide durch den Menschen – zum Beispiel für optische Instrumente, als Fischköder und ihrem Versuchen einen goldenen Seidenring aus dem Faden einer Riesenspinne herzustellen.

Die Ausstellung wird kuratiert von Aline von der Assen, Kunst- und Kulturwissenschaftlerin und Kulturmanagerin. Ihr Schwerpunkt liegt im Audience Engagement. Seit 2001 arbeitet sie im Bereich Kulturelle Bildung für diverse Museen und Kultureinrichtungen, wie dem Deutschen Ledermuseum in Offenbach und dem Weltkulturen Museum Frankfurt.