Shaped by Ambition zur Giennale im Unteren Hardthof in Gießen

Eröffnung

Sonntag 24.9. 2017 um 11 Uhr

Dauer der Ausstellung

25. 9 – 1. 10. 2017

Öffnungszeiten

Dienstag bis Freitag

26. – 29. 9, 16 – 19 Uhr

Samstag und Sonntag

9 – 1. 10, 14 – 18 Uhr

Galerie im Unteren Hardthof

Unterer Hardthof e.V., Unterer Hardthof 17,  35398 Gießen

shaped by ambition

Eine Gruppenausstellung mit DAG, Henry Hussey, Dirk Krecker, Line Krom, Jens Lay und Eleanor Morgan. Kuratiert von Aline von der Assen.

„Vor dem Hintergrund einer Ambition sind viele Gedanken des Netzwerks in den site-spezifischen Ausgangspunkten eines post-digitalen-aesthetischen Terminus wiedergegeben, und oszillieren wie intellektualisierte Katalysatoren in unterschiedlichen Partizipationen der Beteiligten. Die Konverter konkretisieren den technologischen Affekt der installierten Basen. Deshalb heben die post-digitalen-aesthetischen Techniken die verbale Ambition hervor, wodurch eine Planung Praxen forscht und den Handlungsansatz für den Formalismus des Off-Space korrespondiert. Sowie die konvertible Maschine, als auch die hegemonialen Technologien, kreisen diverse Dienstleistungskünste im öffentlichen Raum ein. Forschungen überfrachten in einer Post-Digitalen-Aesthetik und einer versuchsweisen Theorie.

Technologien sind wie Techniken und deren Ambitionen rund um die Katalysatoren dargestellt. So situiert es keineswegs Maschinen, sondern Bildredaktionen und Architekturrezeptionen in denen schon jeweils konvertible und kulturkritische Klangstrukturen definiert sind. Die post-digitalen-aesthetischen Ambitionen besetzen einige Schnappschüsse und versuchen sich disziplinübergreifend anzunähern. Um die Forschung einer ambitionierten Performancepraxis zu beschreiben, schreiben die Bewegungen verschiedene Formen von Pressetexten zu. Irgendeine site-spezifische Theorie platziert Techniken, wobei die Ambition zur Post-Digitalen-Aesthetik wird.

Die Forschungen ordnen die Technik in site-spezifischen Ambitionen an. Irgendeine Maschine verweigert eine Annäherung an Begriffe und Definitionen in einem Blickwinkel der Betrachtenden und erwähnt somit die post-digitale-aesthetische Cybernetic mancher Strukturen der Partizipation. Theorien sind wie Ambitionen und deren Methoden der Kunstbetrachtung rund um die Freiräume dargestellt. Die Technologien der post-digitalen-aesthetischen Sammlung rhythmisieren den zentralen Index der Diskontinuität einer Werkstatt in einer Thematik und problematisieren die Kunst der Konflikte und der Kunsträume. Bei demokratischen Techniken trägt eine identische Ambition die Ästhetik der Eigentlichkeit bei und situiert dabei irgendeinen kommutablen Kommunikator, wobei die Generatoren flexibel sind und den Schaffensprozess damit ironisch maskieren.“

Der Einführungstext in die Ausstellung ist mit Hilfe des online Tools Worte.at entstanden und folgt der Tradition Eröffnungsreden mit Fachterminologie derart zu überfrachten, dass man sie als Zuhörer kaum versteht und nur noch auf die Ästhetik des Vortrags und den Wortklang achtet. Mithilfe eines simplen Algorithmus kreiert Worte.at Ausstellungstext-Prosa, die durchaus mit einem Augenzwinkern zu verstehen ist. Doch warum alles so kompliziert machen, wenn es auch einfach geht? Als Künstlerin und Kuratorin treibt mich die Frage um wie beeinflussen Technologien das Kunstschaffen und die ästhetische Wahrnehmung. Eben davon handelt die Gruppenausstellung shaped by ambition. Gezeigt werden zeitgenössische Positionen Post-Digitaler-Ästhetik aus Frankfurt/M, Berlin und London, die Verschränkungen oder auch Abgrenzung von Technologie und Ästhetik thematisieren.

Technologie und Bildende Kunst haben beide ihren festen Platz in der Kunstgeschichte. Der Begriff Technologie geht auf das altgriechische ‚téchne’ zurück und umfasste ursprünglich eine breite Bedeutungspalette. Téchne beinhaltete nicht nur Werkzeuge und Maschinen, was heute landläufig mit Technologie assoziiert wird, sondern impliziert auch Methodik – eine strukturierte Art von Handlungsabläufen, die Ideen und Ambitionen Gestalt werden lässt. In diesem Sinn ist auch der Titel der Ausstellung zu verstehen. Er nimmt Bezug auf den Wunsch des Menschen, die Welt nach seinen Wünschen zu formen.

shaped by ambition wurde ursprünglich für die Blyth Gallery in London entwickelt. Die Blyth Gallery ist die Galerie für zeitgenössische Kunst des Imperial College, dessen Forschung in den Natur- und Ingenieurwissenschaften weltweit Ansehen genießt. Die Galerie liegt im Herzen des Campus und signalisiert so den Stellenwert der Ästhetik und Kreativität in den als rational attributierten Naturwissenschaften. Beim Kunst-machen wird der Künstlerin, dem Künstler die Spannung zwischen Vision und Realisierung bewusst, auch dass dieser Prozess selten linear verläuft. Die in der Ausstellung versammelten Arbeiten loten in einer befreienden Weise die Grenze zwischen Erfolg und Misserfolg aus. Im neoliberalen, postkapitalistischen Denken unserer Zeit gibt es nur Erfolg oder Misserfolg. Unser Alltag wird zunehmend über die digitalen Technologien vermessen und quantifiziert, in gut und ungenügend kategorisiert. Doch gemessen an ästhetischen Kategorien weichen diese Grenzen auf und es wird deutlich, dass die Demarkationslinie zwischen gut und schlecht breit ist, breiter als zunächst angenommen: Dieses Niemandsland wird zum Territorium, in dem die Grenze zwischen Erfolg und Misserfolg aufgelöst und neuverhandelt wird. Viele der vorgestellten Arbeiten thematisieren Glitches, die Fehler im System, den Moment in dem sich etwas Neues und Unvorhersehbares aus einem Fehler entwickelt.

Im Rahmen der Giennale zeigt der Untere Hardthof die Gruppenausstellung in neuer Zusammensetzung.

 

 

Eine schöne Besprechung der Ausstellung von Ulla Hahn-Grimm im Gießener Anzeiger

http://www.giessener-anzeiger.de/lokales/kultur/giennale-ausstellung-im-hardthof-lockt-zahlreiche-besucher-an_18205385.htm

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