Archiv für den Monat August 2017

Ausstellung shaped by ambition zur Giennale

Galerie im Unteren Hardthof

Unterer Hardthof e.V.
Unterer Hardthof 17
35398 Gießen

 

Im Rahmen der Giennale lädt die Galerie Unterer Hardthof herzlich zur Gruppenausstellung shaped by ambition ein:

shaped by ambition

Eine Gruppenausstellung mit DAG, Henry Hussey, Dirk Krecker, Line Krom, Jens Lay und Eleanor Morgan. Kuratiert von Aline von der Assen.

 

Eröffnung

Sonntag 24. 9. 2017 um 11 Uhr

 

Dauer der Ausstellung

  1. – 31. 9. 2017

 

Öffnungszeiten

Dienstag bis Freitag

  1. – 29. 9, 16 – 19 Uhr

Samstag und Sonntag

  1. – 31. 9, 14 – 18 Uhr

 

 

Die Gruppenausstellung shaped by ambition handelt von den Verschränkungen von Technologie und Bildender Kunst. Technologie und Ästhetik haben beide ihren festen Platz in der Kunstgeschichte. Der Begriff Technologie ist dem altgriechischen ‚téchne’ entlehnt und umfasste ursprünglich eine breite Bedeutungspalette. Téchne beinhaltete nicht nur Werkzeuge und Maschinen, was heute landläufig mit Technologie assoziiert wird, sondern impliziert auch Methodik – eine strukturierte Art von Handlungsabläufen, die Ideen und Ambitionen Gestalt werden lassen.

Der Titel der Ausstellung shaped by ambition nimmt Bezug auf den Wunsch des Menschen, die Welt nach seinen Wünschen zu formen. Kunstschaffenden ist die Spannung zwischen Vision und Realisierung bewusst, auch dass dieser Prozess selten linear verläuft. Die in der Ausstellung gezeigten Arbeiten loten die Grenze zwischen Erfolg und Misserfolg aus. Im neoliberalen Denken gibt es nur Erfolg oder Misserfolg, in den ästhetischen Kategorien verschwimmen diese Grenzen und es wird deutlich, dass die Demarkationslinie breit ist, breiter als zunächst angenommen: Dieses Niemandsland wird zum Territorium, in dem die Grenze zwischen Erfolg und Misserfolg aufgelöst und neuverhandelt wird.

„Die Substruktur für DAGs (Berlin) eigene künstlerische Entwicklung wurde in der Clubszene Berlins erfunden, das technische Material für seine Kunst stammt aus den Magazinen des Bürobedarfs, aus Supermärkten und Zeemann-Läden. Darum finden DAGs Arbeiten ihre Referenz in technischen Standards und reflektieren die bizarre Gegenwart aus der Perspektive von Popästhetik und medialer Optik.“ (Peter Funken)

Henry Hussey (London) malt mit Stoff. Mit digitaler Stickerei wird die Geschichte ausgemusterter Haushaltstextilien und alter Nationalflaggen rigoros umgeschrieben.

In Dirk Kreckers (FFM) Atelier findet man diverse Modelle altmodischer Schreibmaschinen, auf denen er seine Bilder tippt. Seine Schreibmaschinenenbilder setzen sich alle aus dem reduzierten Satz an typografischen Elementen zusammen, die ästhetische Reminiszenzen an Programmiersprachen haben.

Line Kroms (FFM) Serie, untitled (strippings) ‚besteht aus roher Leinwand aus der sie einzelne Fäden entfernt und neu verwebt. Krom greift die Basis der klassischen Malerei an: Leinwand. Sie verhindert, dass diese Strukturen zur Grundlage von illusionistischen Malerei werden. Stattdessen zeigt sie die Wand des Galerieraums und weist auf die tayloristischen Produktionsprozesse im Kunstbetrieb hin.

Jens Lay (FFM) arbeitet mit visuellen Fundstücken. Die Fundstücke liefern den Anlass zu einer künstlerischen Forschung, in der in einem vielschichtigen Prozess mit Hilfe analoger und digitaler Techniken abstrahiert und die Vielfalt der Abstraktionsmöglichkeiten durchgespielt wird.

Eleanor Morgan (London) erzählt Geschichten über Tiere, die auf andere Tiere treffen. Ihre aktuellste Arbeit handelt von der Nutzbarmachung von Spinnenseide durch den Menschen – zum Beispiel für optische Instrumente, als Fischköder und ihrem Versuchen einen goldenen Seidenring aus dem Faden einer Riesenspinne herzustellen.

Die Ausstellung wird kuratiert von Aline von der Assen, Kunst- und Kulturwissenschaftlerin und Kulturmanagerin. Ihr Schwerpunkt liegt im Audience Engagement. Seit 2001 arbeitet sie im Bereich Kulturelle Bildung für diverse Museen und Kultureinrichtungen, wie dem Deutschen Ledermuseum in Offenbach und dem Weltkulturen Museum Frankfurt.

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